Allgemein · Andrea

Henkersmahlzeit(en).

Hallo ihr Lieben. Wenn ich eine Frage in den letzten Tagen mehr als einmal gehört habe, dann die nach meiner vermeintlichen Henkersmahlzeit. Unabhängig davon, dass mich nahezu alle meine lieben Freunde zum Essen eingeladen und mich königlich bekocht haben, scheinen sich auch alle anderen dafür zu interessieren, wonach man sich verzehrt, wenn man eben bald nichts mehr verzehrt oder vorerst nur noch püriert.

Und während Du, meine liebe Nenja, dieser Tage herauszufinden versuchst, was Du für wie viele Punkte, ich glaube sie heissen jetzt smartpoints(?), essen kannst und was Dich wie lange satt macht und ob Du mit Deinem Budget klarkommst, darf ich mich durch alle kulinarischen Köstlichkeiten futtern, weil mir fast jeder sagt, ich solle all das noch einmal richtig geniessen.

Aber soll ich euch etwas sagen? Wenn man alles essen kann, was man will, merkt man urplötzlich, dass nichts, absolut gar NICHTS, so besonders ist, dass man ohne es nicht leben bzw. essen kann. Ich habe keine Henkersmahlzeit. Es gibt nichts, was ich UNBEDINGT noch einmal gegessen haben muss.

Ich war seit jeher eine Geniesserin und seit ich mit meiner liebsten Freundin und ihrem Sohn jeden Sonntag gemeinsam koche und anschliessend den Tatort gucke, habe ich meinen Gaumen und meine Kochkünste verfeinert. Ich geniesse das Essen und schlinge es nicht mehr achtlos hinunter wie früher noch. Natürlich habe auch ich diese Tage, an denen ich zwischen Tür und Angel ungesundes Zeug esse, aber meistens geniesse ich gut zubereitetes Essen.

Als mich meine beste Freundin also fragte, was ich mir als Henkersmahlzeit für den morgigen Sonntag wünsche, konnte ich ihr keine Antwort geben. Bei ihr gibt es ohnehin immer nur leckeres, vegetarisches Essen. Es wird ein wundervoller Abend mit grossartigen Menschen und das Essen wird nicht die Hauptrolle spielen.

Es ist ja auch nicht so, dass ich nach meiner Operation nichts mehr werde essen können. Gut, feste Nahrung gibt es einen Monat lang nicht und auch danach wird es noch weitere vier Wochen lang nur gekochte, klein geschnittene Nahrungsmittel geben und mir graut es schon jetztvor meiner ersten Fortbildung, für die ich ein paar Tage fernab der Heimat sein und darauf angewiesen sein werde, dass ich kompatible Nahrungsmittel finde.

Und ja, vermutlich werde ich nichts so sehr geniessen wie mein erstes Stück Brot in zwei Monaten.

Alles in allem habe ich die letzten 35 Jahre meines Lebens genossen. Angefangen bei der Muttermilch bis hin zum Schweinefilt in Apfel-Sahne-Sosse mit Speckbohnen und Gratin Dauphinois heute Abend. Ich bin froh, dass ich Lebensmittel derart geniessen kann und nicht die schlechteste Köchin bin.

Ich freue mich auf die Zeit, in der mein Magen schneller STOP sagt und ich gezwungen sein werde, mich auf ein Minimum zu reduzieren und dieses Wenige dann um so mehr geniessen werde. Dies wird ein vollkommen neues Erlebnis und das berühmte „weniger ist mehr“ wird auch für mich von Bedeutung werden.

Am Ende ist meine Henkersmahlzeit übrigens ein klassisches Schweizer Kinderessen geworden: am Dienstagabend gibt es Fleischkügelchen in Rahmsosse mit Kartoffelbrei und ich freue mich wie verrückt darauf…

Glücksbringer

Diesen Glücksbringer habe ich heute von meiner liebsten Freundin geschenkt bekommen und mit ihm kann am Donnerstag ja gar nichts mehr schief gehen…

Euch eine gute Nacht und Dir meine liebe Nenja weiterhin eine gute WW-Woche. Ich glaube an Dich. Immer!!!

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